Vorschule in unserem Kindergarten

Das letzte Jahr im Kindergarten

„Was heißt eigentlich Schulvorbereitung im Kindergarten St. Josef?“
Wir haben jedes Jahr aufs Neue Vorschulkinder. Wenn die „alten“ Vorschulkinder in die Schule gehen, gibt es wieder neue „große Kinder“ die Vorschulkinder sind.
Jetzt ist Ihr Kind das letzte Jahr im Kindergarten.

Zunächst mal beginnt die Bildung mit der Geburt eines Kindes. Es folgt dann die gezielte Schulvorbereitung spätestens mit dem ersten Kindergartentag. Somit ist die gesamte Kindergartenzeit als Vorbereitung auf die Schule anzusehen!
Im letzten Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt erfolgt altersgemäß eine intensivere Förderung, die das Ziel hat, das Kind an eine bestimmte Schulfähigkeit heranzuführen. Eltern tragen immer den zentralen Teil zum Gelingen bei.

Was ist Schulfähigkeit / Schulreife?

Schulfähigkeit oder Schulreife bedeutet ein Zusammenspiel körperlicher, geistiger, sozialer und emotionaler Faktoren, die für den Schulerfolg erfahrungsgemäß von Bedeutung sind. Sie sind Grundlage zur Beobachtung, wenn es um die Beurteilung der Schulfähigkeit eines Kindes geht.
Körperliche Voraussetzungen, z. B. Bewegungsfähigkeit, Grob- und Feinmotorik, Geistige/Kognitive (Denken) Voraussetzungen, z.B. Ausdrucksfähigkeit, Sprachverständnis, Ausdauer, Konzentration, Soziale und Emotionale Voraussetzungen, z. B. Selbständigkeit, Bedürfnissteuerung, Gruppenfähigkeit, Selbstvertrauen, Empathiefähigkeit.
Die Freispielzeit nimmt weiterhin einen großen Stellenwert ein!

Die Bedeutung des Spiels:

  • Kinder erwerben beim Spielen die Fähigkeiten und Fertigkeiten, in einer Gruppe zurechtzukommen, sich an Regeln und Grenzen zu halten, sich in andere hineinzuversetzen, Konflikte verbal zu lösen und Lösungen zu finden, usw.
  • Schulfähigkeit ist eine unmittelbare Folge der Spielfähigkeit. Sie zu kürzen hieße, Kinder im Aufbau ihrer Schulfähigkeit aktiv und passiv zu „behindern“!
  • Kognitive Lernprozesse geschehen während des Spiels, also in Situationen, in denen Kinder etwas ausprobieren dürfen, dafür Interesse haben und motiviert sind
  • Eine der wesentlichen Grundlagen für Intelligenz und Selbstbewusstsein von Menschen ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen, ihre Absichten und Gedanken, hinein versetzen zu können (Perspektivenübernahme). Genau dies geschieht im Spiel und nicht beim so genannten „vorschulischen Arbeiten“! Beispielsweise in der Puppenecke bei Rollenspielen
  • Die „allgemeine“ Schulfähigkeit ist immer nur dann gegeben, wenn die „emotionale Schulfähigkeit“ ausgeprägt ist. Sie dominiert an erster Stelle und kann sich nur dort entwickeln, wo Kinder ausgiebig spielen!
  • Nur, wenn die „emotionale Schulfähigkeit“ bei Kindern ausgeprägt ist, kann sich die „kognitive Schulfähigkeit“ am besten entwickeln!
  • Im Spiel die Orientierung in der Gruppe finden, dort seinen Platz behaupten, Durchsetzungskraft entwickeln oder lernen sich mit anderen Kindern auseinanderzusetzen.
  • Ein gewisses Durchhaltevermögen beim Spielen, Basteln etc. zu lernen (erst das eine zu Ende bringen bevor man etwas Anderes beginnt).
  • Die Fähigkeit entwickeln, in der Gruppe zu arbeiten.
  • Die Aufmerksamkeit einer Person (Erzieherin) mit anderen zu teilen und nicht für sich alleine beanspruchen zu können.

Das Kind lernt allgemeine Regeln kennen, die einen dynamischen Gruppenablauf gewährleisten. Im Hinblick auf die Schule gesehen bedeutet das: Das Kind kann sich in eine Klassengemeinschaft aufgrund vieler bereits erlebten sozialen Gruppenerfahrungen ohne Schwierigkeiten einordnen, es hat damit ein angemessenes Sozialverhalten erlernt.
Weiter wird das päd. Personal einmal die Woche mit den Vorschulkindern in Gemeinschaft verschiedene Spiele, Übungen zur Konzentrationsförderung sowie zur Förderung der Feinmotorik, der Sprachförderung usw. anbieten.
Die pädagogischen Angebote in der Kleingruppe werden anspruchsvoller sein, damit die Kinder nochmal spezieller gefördert werden können.
Die Angebote entnehmen Sie dem Wochenplan.
Wir werden Gemeinschaftsarbeiten anbieten, wobei die Kinder in der Gruppe arbeiten und ihr sozial- emotionaler Bereich gefördert wird und gleichzeitig andere Bereiche mit abgedeckt werden, wie Förderung der Selbständigkeit, der Frustrationstoleranz, der Partizipation usw.
Neben der Freispielzeit, den pädagogischen Angeboten, wie Zahlenland, Gruppenarbeit und „Vorschule“, werden die Kinder verschiedene Aktionen wie: die Schule besuchen, die lange Nacht der Vorschulkinder erleben, in die Bücherei gehen, einen Werkbankführerschein machen und einen „Vorschulausflug“ unternehmen.